|
|
Zündapp DB 200
Geschichte
dieses 'Dornröschens'

Diese außergewöhnliche und wohl auch einmalige
Zündapp DB 200 ist nie zugelassen worden, hat 5 Kilometer
auf dem Tacho, ist original werksverpackt und dadurch
im unverbasteltem Originalzustand!

Kurzum: --- Der Traum eines jeden Liebhabers ---

Die 5 Kilometer stammen aus dem Prüfstandslauf im
Werk und der anschließenden Probefahrtstrecke durch
das Zündapp Werkspersonal.

Der Schieberweg im Vergaser ist für die Einfahrzeit
durch eine Zündapp Werksplombe begrenzt und
selbstverständlich entsprechend vorhanden.

Auch die Werkzeugrolle unter dem Sattel ist original werksverplombt.
Hier ist mit Sicherheit, wie bei jeder Zündapp, das
serienmäßig mitgelieferte Werkzeugwickel enthalten
und sehr wahrscheinlich wird das Rücklicht ebenfalls
in der Werkzeugrolle sein.

Der Scheinwerfer ist mit Holzwolle und Papier, der Rest
mit Pappe und Papier eingeschlagen und dann sorgfältig
mit Hanfband verschnürt worden.

Von der Pappe sind nur noch Reste vorhanden. ( Die Verpackung
bei Auslieferung an die Kundschaft umschloss damals das
gesamte Motorrad. ) Die Zeit von 67 Jahren zehrt ebenfalls
an der Verpackungssubstanz und aus verständlicher
Neugierde wird der Käufer damals teilweise Verpackungsmaterial
entfernt haben, denn wer will sich nicht so eine Errungenschaft
( zu der damaligen Zeit schon eine kleine Sensation )
ansehen?
|
|
Bild
vergrößern
Bild
vergrößern
Bild
vergrößern
Bild
vergrößern
|
Technische
Daten

| Baujahr:: |
Dezember
1937 |
| Hubraum: |
196 ccm |
| Leistung: |
7 PS |
| Zylinder: |
1 |
| Zylinderdurchmesser: |
60
mm |
| Kolbenhub: |
70 mm |
| Arbeitsverfahren: |
2-Takt |
| Lichtanlage: |
6 Volt, 30-50 Watt |
| Batterie: |
6 Volt, 7 Ah |
| Leergewicht: |
115 kg |
| Zuladung: |
160 kg |
| Getriebe: |
3-Gang-Handschaltung |
| Fahrgestellnummer: |
239 940 |
| Kfz-Brief-Nummer: |
782070 |
|
Wie
kommt es eigentlich zu diesem 'neuen' 67 Jahre alten Motorrad?!

Der Kfz Brief ist in Nürnberg am 06. 12. 1937
auf den Firmennamen --- Zündapp Ges.
für den Bau von Spezialmaschinen m. b. H. Verkauf
--- ausgestellt worden. Die Lieferung an den Kunden wird
daraus schlussfolgernd Ende Dezember 1937 oder Anfang
Januar 1938 erfolgt sein. Des winterlichen Wetters wegen
hat der Besitzer die Maschine nicht gleich für den
Straßenverkehr zugelassen.

Dann könnten zwei erklärliche Varianten zutreffen
: Erstens - der Besitzer ist zum Kriegsdienst eingezogen
worden oder Zweitens - im Frühjahr 1938 begannen
die Nationalsozialisten verstärkt Privatmaschinen
für den Kriegsdienst einzuziehen.

Aus diesen Gründen hatte der Besitzer die geniale
Idee seine schöne unzugelassene und damit nicht registrierte,
mit 560 schwer erarbeiteten Reichsmark bezahlte DB 200
zu verstecken und auf bessere Zeiten zu warten.

Die Durchführung dieser Idee war sehr konsequent,
kurzum hat er seine schöne Zündapp DB 200 einfach
in den Keller getragen und eingemauert. Durch Kriegseinflüsse
müssen alle Wissensträger umgekommen sein.

So konnten bei Umbauarbeiten des Einfamilienhauses, erst
Anfang der 90-er Jahre, späte Nachfahren des einstigen
Käufers diesen unglaublichen Fund erhalten.

Nun ist die DB 200 in den Besitz von Jörg Riedel
übergegangen und kann im familieneigenen Autohaus
in Dobbertin bewundert werden.

Aber fest versprochen: Dieses 'Dornröschen'
schläft weiter!
|
|
| |
|